Die Kurse
finden in kleiner Runde von 3-5 Babys statt,
sie umfassen 5 Termine à 60 Minuten
und kosten 60,00 Euro.
Im Preis inbegriffen sind ein Fläschchen Massageöl
(50 ml, aus kontrolliert biologischem Anbau) und eine Kurzanleitung der Massagegriffe.
In einem warmen und gemütlichen Rahmen erhalten Eltern und ihre Kinder hier die Gelegenheit, über sanfte Berührung miteinander Kontakt aufzunehmen, sich gegenseitig wahrzunehmen und mitzuteilen.
Mit ihrer sanften, wohltuenden und gut zu erlernenden Massagetechnik ist die traditionelle indische Babymassage vielen Eltern eine wertvolle und hilfreiche Anregung.
Bei jedem Treffen unterrichte ich einen neuen Teil der Massage. Sie werden u.a. erfahren, welche Massage-techniken bei Blähungen und Koliken hilfreich sind und es wird Zeit sein für Fragen, Austausch und Anregungen.
Zum Kurs mitbringen:
• 2 Handtücher
• genügend Windeln
• und ggf. etwas zu trinken für das Kind.
Einzelstunden auf Anfrage.
Und falls Sie Lust und Zeit haben,
finden Sie hier noch weitere Informationen
rund um die
Babymassage:
Das ideale Einstiegsalter
für die Babymassage liegt zwischen dem 2 - 6 Monat,
denn im ersten Halbjahr widmet sich das Kind ohnehin mit großer Intensität
• der Erforschung seines eigenen Körpers
• der Dosierung seiner Muskelspannung
• der Verarbeitung vielfältigster Sinneserfahrungen
• der Entwicklung des Urvertrauens und
der Bindungfähigkeit.
Im zweiten Halbjahr interessiert es sich mehr und mehr für seine Umwelt und beginnt sich fortzubewegen.
So ist es nach dem 6. Monat viel leichter ein Baby für Massage zu begeistern, wenn ihm diese bereits als wohlig sinnliches Ritual vertraut ist.
Auch für die Eltern
ist es in der Anfangszeit von großem Nutzen sich dafür zu sensibilisieren, was sie über ihren Körper, ihre Hände wahrnehmen und vermitteln können.
Je früher sie die individuellen Bedürfnisse ihres Kindes erfassen, seine Reaktionen interpretieren und seinen Rhythmus wahrnehmen lernen, umso sicherer werden sie im Umgang mit ihm.
Welches Öl?
Für die Babymassage sollten kalt gepresste Pflanzenöle aus kontrolliert biologischem Anbau die erste Wahl sein.
Für die Massage im Kurs erhalten Sie wahlweise
• kaltgepresstes, mildes, süsses Mandelöl (50 ml, kbA)
Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und ist daher eines der
kostbarsten Öle. Der Duft des Mandelöls wurde schon in der
Antike zur Stimulanz der Sinne benutzt.
• oder kaltgepresstes Sesamöl (50 ml, kbA)
Es wird in Indien traditionell für ayurvedische Anwendungen
verwendet. Es gibt körperliche und seelische Kraft, wirkt
beruhigend, erdend und stärkend. Es hat wie z.B. auch Oliven-
öl einen natürlichen Lichtschutzfaktor von 3-4.
Wenn Sie zuhause massieren
wählen Sie einen ruhigen und auch für sich selbst bequemen Ort aus, vielleicht mit gedämpftem Licht und leiser Musik.
Oft hilft auch ein gesummtes/gesungenes Lied, um ihr Kind einzustimmen auf einen gemeinsamen Rhythmus und eine entspannte Zeit zu zweit.
Die Raumtemperatur sollte rund 24º C betragen.
Gegenanzeigen
Eine Massage sollte nur dann durchgeführt werden, wenn man selbst gerade die nötige Ruhe und Geduld verspürt.
Wenn das Kind unruhig wird, unzufrieden wirkt und anfängt zu schreien, sollte man darauf verzichten.
Ebenso, wenn das Kind erkrankt ist oder Durchfall hat.
Die Bedeutung von Körperkontakt:
Massage und zärtliches Streicheln lassen einen ganzen Cocktail körpereigener Elixiere durch die Adern rinnen.
Die wichtigste Substanz ist vermutlich das Oxytocin.
Es gilt als "Bindungshormon", weil es den Zusammenhalt zwischen Mutter und Kind stärkt.
Weitere positive Wirkungen solch zarter, wiederkehrender Berührungen:
• Die Schmerzempfindlichkeit lässt nach
• Blutdruck und Stresshormonspiegel sinken
• Durchblutung und Verdauung werden angeregt
• Blähungen und Koliken werden gelindert
• Atmung und Kreislauf stabilisiert
• das Immunsystem gestärkt, Allergien gemildert
• die Regulation der Muskelspannung, die Verarbei-
tung von Sinneseindrücken, das Körperbewusstsein
und die Koordinationsfähigkeit verbessern sich
• das "Entspannen-Lernen" hilft beim Einschlafen und
fördert einen geregelten Schlafrhythmus
• das Baby gewinnt an Bewegungsspielraum
• die Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit des
Kindes werden gefördert
• der Säugling erfährt Geborgenheit, Sicherheit und
Wohlbefinden
• er baut Vertrauen auf …
Die Haut ist unser größtes Organ.
Berührung ist die tiefste Sinnesempfindung, stärker als Riechen, Schmecken, Hören und Sehen. Das Urbedürfnis nach Halt und sanfter Berührung, nach Geborgenheit und Wärme existiert seit Menschengedenken.
Studien konnten belegen, dass Frühgeborene, die dreimal täglich 15 Minuten massiert wurden, wesentlich schneller an Gewicht zulegten, weniger schrien, ruhiger waren, sich motorisch besser entwickelten und früher aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten, als die Kontrollgruppe nicht massierter Frühgeborener.
Herkunft der Babymassage
Wie überall auf der Welt gab es auch bei uns einst von Generation zu Generation überlieferte Methoden, Babys zu massieren. Doch sie sind in Vergessenheit geraten.
In vielen Regionen Indiens ist die Babymassage „Kumara Abhyanga“, eine im Ayurveda verwurzelte, alte Tradition, bis heute Bestandteil der Säuglingspflege.
Frédérick Leboyer, ein französischer Frauenarzt, Geburtshelfer und Begründer der sanften Geburt, brachte sie als einer der Ersten in den 1970er Jahren mit nach Europa. Daher wird sie bei uns häufig auch "Leboyer Massage" oder "Sanfte Hände Massage" genannt.
Literatur-Tipps
• "Sanfte Hände. Die traditionelle Kunst der indischen
Babymassage" von Frédérick Leboyer
• "Liebe hautnah erleben" von Ute Laves
Mehr Informationen zu Babymassage finden Sie auch unter folgenden Links:
• International Association of Infant Massage (IAIM)
• Deutsche Gesellschaft für Baby- u. Kindermassage e.V.
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